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Mein Urgroßvater Sebastian Obermeier hat am 6. Mai 1904 seine Unterschrift unter den Kaufvertrag der Buchbinderei gesetzt. Seit diesem historischen Tag ist viel passiert. Doch unsere Ansprüche und unsere Ziele blieben stets unverändert: Seit einhundert Jahren achten wir auf eine langfristig ausgerichtete Unternehmensphilosophie, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht.
Ein ganz besonderer Dank gilt daher allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die uns bis heute so erfolgreich machen, sowie unseren Kunden und Geschäftspartnern für die oft jahrzehntelange Zusammenarbeit.
Ihr
Werner Obermeier
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Drei Generationen Buchbinderhandwerk
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Sebastian Obermeier kehrt nach den üblichen Lehr- und Wanderjahren in seine Heimat zurück und übernimmt 1904 die Buchbinderei Geigenberger von der Buchbindermeisterswitwe Faller in Rottenburg.
Zusammen mit seiner Frau Anna, die einen Stoffeinzelhandel in die Firma eingebracht hat, gilt es, die Existenz für die neunköpfige Familie zu sichern. Josef, der Zweitälteste, beginnt 1917 eine Buchbinderlehre und besteht erfolgreich die Meisterschule in Landshut.
So leben in den 50er Jahren im Anwesen Marktstraße 3 drei Generationen unter einem Dach. Werner, Josefs zweitältester Sohn, beginnt eine Lehre im väterlichen Betrieb und arbeitet für kurze Zeit in einer Münchner Industriebuchbinderei.
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Buchbinderei und Einzelhandel
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Als die berühmte „Tante aus Amerika“ zu Besuch kommt, geht Werner mit ihr 1955 nach New York. Er arbeitet dort in einer Buchbinderei und ist auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Als 1962 seine Mutter stirbt, entschließt er sich zur Rückkehr nach Deutschland und übernimmt 1967 die Firma.
Der Bau eines neuen Gebäudes schafft Raum für Buchbinderei und Einzelhandel. Die Buchbinderei arbeitet nun erstmalig überregional und gewinnt einen wichtigen Kunden: die Bayerische Staatsbibliothek.
Das Kaufhaus Obermeier bietet neben Stoffen und Papierwaren auch Spielwaren und Textilien an. Daraus existieren bis heute drei Schreibwarengeschäfte in Rottenburg und Pfeffenhausen.
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Die Herausforderung Werner Obermeier jun.
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Als 1983 Werner Obermeier sen. überraschend stirbt, sorgen seine Frau Edeltraud und erfahrene Mitarbeiter für die Fortführung des Betriebes. Sohn Werner jun. übernimmt mit 20 Jahren die Verantwortung für die Buchbinderei. Zügig macht er die Meisterprüfung und eine Ausbildung in der Restaurierung.
Der diplomierte Buchrestaurator und Buchbindermeister erweitert das Auftragsvolumen, sodass 1993 ein Umzug in größere Betriebsräume ansteht. Nach der Übernahme des Kundenstammes der Buchbinderei Vogler übernimmt die Buchbinderei Obermeier die Münchner Handbuchbinderei und Buchrestaurierung Fritz Schmid.
Das Auftragsvolumen steigt - nicht zuletzt durch die 1998 eingeführte „RECO“-Systemtechnik. Im Sommer 2001 zieht die Hauptniederlassung in die Dieselstraße 20.
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Das Unternehmen heute zwischen Tradition und Moderne
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Heute ist die Buchbinderei Obermeier eines der führenden Unternehmen im Bereich Bibliotheksbuchbinderei, Einzel- und Sonderanfertigung sowie Kleinauflagen mit eigener Buchrestaurierungsabteilung.
Jedes Exemplar, das unser Haus verlässt, ist speziell für die Ansprüche und Vorstellungen unserer Kunden gefertigt. Mit fachlicher Kompetenz und auf höchstem Niveau werden die Erwartungen unserer Kunden hinsichtlich Design, Funktionalität und Ästhetik erfüllt.
Buchfertigung, Buchrestaurierung und Individuallösungen:
Ihre Zufriedenheit ist unsere Verantwortung.
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